JWD bleibt uns heute erspart. Unser Weg führt durch den Wedding. Ein Stadtteil mit soviel Charakter, dass er einen spezifischen Artikel verdient.
Auf dem Urnenfriedhof.
Schillerpark - kein Ort, an dem man unbedingt sofort an einen Bombenanschlag denken würde.
Ein Nachteil unserer zufallsbasierten Herangehensweise wird uns langsam bewusst: Erst im Nachhinein lesen wir über viele interessante Orte, die wir noch hätten sehen können, wenn wir uns nur vorher etwas informiert hätten. Vielleicht müssen wir unser Konzept noch mal überdenken. Entdeckt: Das Luisenhaus, den ehemaligen Betriebshof der Pferdebahn, das Amtsgericht, und Rotaprint. Verpasst: die Bibliothek im Marienbad, die Hallen der Tresorfabrik, das AEG - Werkstor und wer weiss was noch alles.
Am Amtsgericht Wedding ein typisches Beispiel für Nachkriegspragmatismus: Man entferne einfach das Symbol, der Adler ist doch noch gut!
Das ExRotaprint Gelände ist ein ungewöhnliches Baudenkmal aus den 50er Jahren, in zeittypischer Setzkastenarchitektur. Früher Produktionsstätte für Siebdruckmaschinen, heute laut Selbstbeschreibung ein ’Standort für Arbeit, Kunst, Soziales.’
Wo anfangen? Übt der Drache Toleranz gegenüber der kleinen steinernen Festung, indem er sie nicht in Feuer badet? Sind wir zur Toleranz für die suggestiv blickende Dame aufgerufen, die mitten am Tag schon einen Drink in der Hand hält? Oder geht es um Toleranz gegenüber jenen, die eine andere Auffassung von Spiel und Spass haben?
Dezent verweisen diese Wesen auf den Eingang zum Vinh-Loi-Asiamarkt .
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